Erneuerbare Energien - Die Lösung aller Energieprobleme der Zukunft

Der Ursprung aller Energien ist die Sonne. In weniger als drei Stunden strahlt sie die gleiche Menge Solarenergie auf die Landfläche der Erde, wie weltweit pro Jahr von der gesamten Erdbevölkerung verbraucht wird. Rein physikalisch betrachtet, steht damit mehr Energie zur Verfügung, als in absehbarer Zukunft gebraucht werden wird.

Von erneuerbaren Energien spricht man, wenn ein Kreislauf entsteht, in dem sich die Energie wieder regeneriert. Der Zeitraum dafür liegt bei maximal 80 Jahren. Sonnenenergie, die in fossilen Energieträgern, z.B. Kohle, Erdöl und Erdgas, gespeichert ist, unterliegt ebenfalls einem zeitlichen Kreislauf. Fossile Energieträger entstehen im Laufe der Zeit durch den Einschluss von Pflanzen in geologische Schichten. Die Regenerationszeit liegt dabei allerdings bei mehreren Millionen Jahren.

100% erneuerbar - Ist das möglich?

Es zeigen bereits zahlreiche Beispiele, dass die Energieversorgung von einem Gebäude bis zu 100% aus erneuerbaren Energien möglich ist. Grundlage dafür ist ein entsprechendes Gebäudekonzept, das die Qualität der Gebäudehülle, die Anlagentechnik sowie die Stromversorgung betrachtet.

Für immer mehr Menschen bedeutet der Verzicht auf fossile Energieträger in Verbindung mit der Nutzung der Energie aus Biomasse, Erdwärme oder Sonne ein Stück mehr Lebensqualität. Bei optimaler Abstimmung eines alternativen Energiekonzeptes ist es dann auch möglich, Energiekosten langfristig erheblich zu senken.

Was können wir Energieplaner für Sie tun?

Wir beraten Sie unabhängig über den möglichen Einsatz erneuerbarer Energien in Ihren eigenen vier Wänden. Zahlreiche Förderinstrumente (z.B. EEG, BAFA, KfW) erleichtern dabei den Einstieg in alternative Techniken. Immer ist es von Vorteil, die Gegebenheiten vor Ort einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Deshalb bieten wir Ihnen gern einen Haus-Check an, bei dem wir folgende Punkte besprechen können:

  • Welche Art der Nutzung erneuerbarer Energien ist in Ihrem Gebäude sinnvoll und wirtschaftlich?
  • Lohnt sich der Einbau einer solarthermischen Anlage unter Beachtung der Dachverhältnisse, des Heizungssystems sowie der Qualität der Gebäudehülle?
  • Kann ich mit meinem Dach nachhaltig Geld verdienen, indem ich eine Photovoltaik-Anlage installieren lasse? Welches PV-Konzept passt zu meiner Dachfläche, damit solare Erträge optimiert werden können?
  • Ist die komplette Umstellung meines Heizsystems auf erneuerbare Energieträger möglich, um auf Gas oder Öl komplett verzichten zu können?
  • Welche Fördermöglichkeiten gibt es beim Einsatz erneuerbarer Energieträger?

 

Über Ihre Kontaktaufnahme würden wir uns sehr freuen!

Kleines Glossar: Welche Arten erneuerbarerer Energien gibt es?

Solarthermie (Solarwärme):

Die Nutzung von Sonnenenergie durch Kollektoren ist die wohl bekannteste Form der Nutzung solarer Energie. Inzwischen gibt es bereits zuverlässige und leistungsfähige Anlagen, die sich ohne größeren Aufwand installieren lassen. Neben Solaranlagen für die Trinkwassererwärmung können auch Solaranlagen zur Heizungsunterstützung sowie zur Schwimmbadbeheizung installiert werden. Die Deckungsraten der Anlagen unterscheiden sich je nach Anlagenkonzept und den Gegebenheiten vor Ort.

Photovoltaik (Solarstrom):

Unter photovoltaischer Nutzung von Sonnenenergie versteht man die direkte Umwandlung von Licht in elektrische Energie. Die Umwandlung findet in Solarzellen statt. Bei Einstrahlung von Sonnenlicht entsteht Spannung und es fließt Strom. Der von der PV-Anlage erzeugte Strom wird in der Regel über Wechselrichter in das öffentliche Stromnetz eingespeist und entsprechend dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) vom Energieversorger vergütet. Bei einer Inbetriebnahme einer Anlage bis 30 kWp im Jahr 2009 beträgt die Vergütung 43,01 Cent je eingespeister Kilowattstunde. Simulationsprogramme können abhängig vom Standort der Anlage sowie den übrigen Randbedingungen (Dachneigung, Südausrichtung, Verschaltung,...) den Ertrag der Anlage recht genau prognostizieren. Somit ist eine recht exakte Wirtschaftlichkeitsberechnung möglich.

Passive Solarenergie:

Im Gegensatz zur direkten Nutzung durch Solarkollektoren (Solarthermie) oder Solarmodule (Photovoltaik) kann die Sonnenenergie auch passiv genutzt werden. Das Sonnenlicht dringt durch die Fenster ins Gebäude ein und erwärmt dadurch die Wohnräume. Die so zugeführte Energie (häufig auch als solare Gewinne bezeichnet) muss nicht durch die Heizungsanlage aufgebracht werden. Dadurch ergibt sich eine Einsparung beim jährlichen Heizwärmebedarf. In der Neubauplanung, insbesondere bei der Planung von Passivhäusern, spielt die Nutzung von passiver Solarenergie eine große Rolle.

Biomasse:

Mit dem Sammelbegriff Biomasse werden alle Energieträger bezeichnet, die ihre Energie über den Vorgang der Photosynthese durch das Pflanzenwachstum gewinnen. Die Pflanzen binden während des Wachstums Kohlendioxid (CO2) aus der Erdatmosphäre und speichern dabei die Energie der Sonne. Beim Verbrennen, aber auch beim Verrotten der Pflanzen wird die gespeicherte Energie wieder freigesetzt. Dabei wird das gebundene CO2 wieder in die Atmosphäre abgegeben. Beim Wachstum neuer Pflanzen wird wiederum Kohlendioxid eingebunden; es entsteht ein so genannter CO2-Kreislauf.
Die Biomasse gehört deshalb bei nachhaltiger Bewirtschaftung der Bodenfläche zu den erneuerbaren Energien. Am häufigsten genutzt wird Biomasse in Form von Holz. Unter dem Begriff "Biomasse" sind ebenfalls Energiepflanzen wie zum Beispiel Zuckerrohr, Mais, aber auch Raps und Sonnenblumen zu verstehen. Der große Vorteil beim Einsatz von Biomasse als erneuerbare Energiequelle besteht darin, dass die Energie bereits in gespeicherter Form vorliegt und über einen gewissen Zeitraum gelagert werden kann.

Windkraft:

Die Windenergie wurde bereits vor mehr als 2000 Jahren für mechanische Antriebe mit Windmühlen genutzt. Auch die Windenergie ist eine Form der Sonnenenergie. Die Luftschichten der Erde werden durch die Sonneneinstrahlung erwärmt. Dabei bilden sich durch lokale Erwärmungsunterschiede Hoch- und Tiefdruckgebiete. In Folge des dadurch entstehenden Druckausgleichs vom Hochdruckgebiet zum Tiefdruckgebiet entsteht der Wind. Immer beliebter wird der Einsatz von Kleinwindkraftanlagen im niedrigen Nennleistungsbereich, die bereits in Einfamilienhäusern eingesetzt werden können

Geothermie:

Die Geothermie oder Erdwärme ist die im oberen Teil der Erdkruste gespeicherte Wärme. Sie umfasst die in der Erde gespeicherte Energie, soweit sie entzogen und genutzt werden kann. Die Erdwärme kann sowohl direkt genutzt werden, etwa zum Heizen und Kühlen in Gebäuden (Wärmepumpenheizung), als auch zur Erzeugung von elektrischem Strom (Tiefen-Goethermie).

Wasserkraft:

Die Wasserkraft ist zum heutigen Zeitpunkt die bedeutendste erneuerbare Energie. Hier wird die Sonnenenergie in Form von gespeicherter Lageenergie des Wassers genutzt. Durch die Verdunstung des Wassers mit anschließendem Niederschlag entsteht ein natürlicher, sich ständig erneuernder Wasserkreislauf. Wasserkraft kann im Grunde an jedem Gewässer genutzt werden, das ein natürliches oder künstliches Gefälle aufweist.